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Datenbank mit sozialem Netzwerk für eGovernment-Lösungen

Am 11.03.2014 ist es soweit, der Prototyp der digitalen Plattform nationale Prozessbibliothek wird freigeschaltet.  Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt an der Humboldt-Universität zu Berlin im Auftrag des Bundesministeriums des Innern will Lösungen zur Umsetzung der digitalen Verwaltung sammeln, ordnen und verfügbar machen. Weil die Umsetzung der eGovernment Strategie in Deutschland begonnen hat und die Projekte auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen und Gebieten umgesetzt werden, ist es momentan sehr schwierig einen umfassenden Überblick über die Landschaft der eGovernment-Lösungen zu erhalten. Diesen Zustand will das Projekt beenden. Das Portal soll die erste  Kollaborationsplattform zur Zusammenführung von digitalen Prozessmodellen für die öffentliche Verwaltung sein. Die nationale Prozessbibliothek hat sich zum Ziel gesetzt, zentrale Anlaufstelle zu werden, wenn es um Prozessmanagement in der digitalen öffentlichen Verwaltung geht.

Zugang zum Portal

Zielgruppe und Nutzergruppe sind die Personen, die in der öffentlichen Verwaltung angestellt sind und  eGovernment Lösungen erarbeiten. Der Zugang ist kostenlos. Auch aus diesem Grunde ist der Zugang zu dem Portal mit einigen Ausnahmen auf Personen beschränkt, die in einem Arbeitsverhältnis mit einem öffentlichen Arbeitgeber stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Unternehmen und Vertreter aus der Privatwirtschaft  der Plattform beitreten.

Datenbank der Prozesse

nPB Prozess

Quelle: nationale Prozessbibliothek

In das Prozessregister können alle Verwaltungsprozesse aus allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung eingestellt werden. Für den unproblematischen Austausch und die Übertragungsmöglichkeit der Prozesse wurde für die Datenbank der XöV-konforme Austauschstandard XProzess entwickelt.

Community of Practice Plattform

Die Plattform ist als Wissensaustausch- und Kommunikationsplattform konzipiert, wobei das „negative Facebookprinzip“ umgesetzt wurde. Dies bedeutet, dass von Beginn an die Daten des Benutzers nicht der Öffentlichkeit angezeigt werden. Erst wenn der Nutzer ausdrücklich die sogenannte Sichtbarkeitsstufe ändert, können bestimmte Informationen und Daten des Nutzers auch von der Öffentlichkeit gesehen werden. Die Plattform unterscheidet zwischen den Sichtbarkeitsstufen: privat, geteilt und öffentlich. Das Netzwerk selbst basiert auf der Open Source Portal Software “Liferay”.

NPB community

Quelle: nationale Prozessbibliothek

Entwicklungsstand

In der Datenbank befinden sich derzeit Informationen über die Umsetzung und Durchführung von  ca. 200 digitalen Verwaltungsprozessen. Einen Überblick zum Aufbau und den Anwendungen der nationalen Prozessbibliothek gibt das Anwendungsvideo.

Perspektiven

Die öffentliche Verwaltung muss die Umsetzung von der analogen in die digitale Verwaltungswelt momentan auf allen Eben und in allen Bereichen stemmen. Dies ist vor allem für die Kommunen oft eine Frage der Finanzierbarkeit. Um von Anfang an effizienter in der digitalen Verwaltung zu arbeiten, fällt das Projekt “nationale Prozessbibliothek” zum Glück wie gerufen vom Himmel. Wieso sollte auch jede Verwaltung ihr eigenes digitales Rad erfinden?  eGovernment beginnt in den Köpfen der Angestellten und ab dem 11.03.2014 finden diese Ideen und Lösungen in der Nationalen Prozessbibliothek.

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