by franzfa

Bayrisches Landesamt für Datenschutzaufsicht hat geprüft

Nach einer Pressemitteilung des Bayrischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht vom 29. Mai 2015 hat sich das Amt gemeinsam mit 28 Datenschutzaufsichtsbehörden aus der ganzen Welt mit der Prüfung von Online-Diensten, die sich an Kinder richten, befasst.

Hierbei teilt das Amt mit, dass sich Mängel in der Transparenz und den Möglichkeiten für Eltern, bestimmte Datenflüsse zu steuern bzw. zu unterbinden, ergeben. Die internationale Prüfaktion, welche initiiert wurde durch das International Consumer Protection and Enforcement Network, versucht die Verbraucherrechte in Sachen Datenschutz durch Kontrollen zu stärken.

Untersucht wurden vom Bayrischen Landesamt für Datenaufsicht Online-Angebote für Kinder, dies bedeutet Apps und Webseiten für Kinder bis zum 13. Lebensjahr. Nach international abgestimmten Kriterien wurden jeweils 25 zufällig ausgewählte IOS – und Android Apps, die sich direkt an Kinder richten, untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass nur ca. 75% der Apps überhaupt eine Datenschutzerklärung beinhalten, wobei sich jedoch nach Angaben des Amtes nur 50% der geprüften Apps auch konkret auf den Datenumgang durch die App bezogen haben. Vielfach waren die Datenschutzerklärungen auch nur auf Englisch verfügbar. Hierzu äußerte der Präsident des Bayrischen Landesamtes für Datenaufsicht Thomas Kranig: „Die Tatsache, daß Datenschutzhinweise für deutsche Angebote nur auf Englisch vorhanden sind, zeigt, daß zahlreiche Anbieter es nach wie vor den Nutzern so schwer wie möglich machen wollen, zu erkennen, was mit ihren Daten geschieht.  Transparenz geht anders.“ Es ist den Erziehungsberechtigten bei den Kinder-Apps oftmals vielfach überhaupt nicht möglich, zu erkennen, welche Daten tragen sie sich gerade auf das Handy oder das iPad des Kindes laden.

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Hiermit im Zusammenhang steht auch die von der Bundesdatenschutzbeauftragten herausgegebene Orientierungshilfe zu den Datenschutzanforderungen an App-Entwickler und App-Anbieter mit derzeitigem Aktualitätsstand von Juni  2014, welche auch explizit auf die Notwendigkeit einer Datenschutzerklärung eingeht, denn letztlich hat der App-Anbieter gemäß §13 Abs. 1 S.1 Telemediengesetz, kurz TMG, den Nutzer „zu Beginn des Nutzungsvorganges über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten, sowie über die Verarbeitung seiner Daten (….) in allgemein verständlicher Form zu unterrichten“.

Dieser Anforderung werden die in Deutschland vertrieben Apps nach der Prüfung des Landesamtes leider oftmals nicht gerecht. Dies ist zumindest die ernüchternde Bilanz der Prüfung des Amtes.

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